Jetzt kommen langsam die entscheidenden Wochen. Im Hinspiel noch knapp mit 4:5 unterlegen, war das Ziel gegen Peissenberg diesmal auf jeden Fall etwas Zählbares. Der TSV steht punktgleich auf Tabellenplatz Sieben und wollte nach dem vergangenen Wochenende mit zwei Niederlagen wieder zurück in die Erfolgsspur.

Die Rats erwischten einen Auftakt nach  Maß und lagen durch einen knallharten Handgelenkschuss von Stefano Rizzo früh in Führung (2.). Zuvor hatte Ondrej Horvath den Spielaufbau erfolgreich gestört und mustergültig auf seinen Sturmkollegen quergelegt. Nachdem zuerst Hörndl und anschließend Novak mit freundlichem Geleitschutz durch das Rats-Drittel kurven durften, schlug es am Ende zum 1:1 hinter Martin Morczinietz ein (9.). Kurz darauf hatte der ESC Glück, dass Hörndl seinen Direktschuss nur an den Pfosten setzte. Aber auch die Hintermannschaft der Eishackler zeigte sich anfällig, Goll rettete gegen Stefano Rizzo und Ondrej Horvath im letzten Moment. Nach erneuten Zuordnungsproblemen beim ESC traf Eichberger zur erstmaligen Führung der Hausherren (14.). Danach war bei den Rats der Schwung raus, doch anstatt das 2:1 in die Kabine zu bringen, fing man sich 10 Sekunden vor der Pause noch das 3:1 durch Höfler (20.).

Das zweite Drittel war noch keine Minute alt, als Ondrej Horvath nach einer herrlichen Kombination über Merl und Tauber in Überzahl auf 3:2 verkürzte (21.). Die Eishackler drehten den Spieß um und stellten ebenfalls in Überzahl schnell wieder den alten Abstand her (22.). Irgendwie hatte man langsam das Gefühl einen Film in Dauerschleife anzuschauen, denn bereits mit der nächsten Überzahl waren die Rats wieder am Zug. Bene May wurde vor dem Tor hervorragend bedient und musste nur noch zum 4:3 einschieben (27.). Peissenberg drückte im Anschluss wieder auf den nächsten Treffer, scheiterte aber an Morczinietz, der die Rats mit einem Monstersave im Spiel hielt. Das auch sein Gegenüber Jakob Goll ein hervorragender Torhüter ist, stellte er beim Alleingang gegen Ondrej Horvath unter Beweis. Mittlerweile sahen die Zuschauer eine höchst unterhaltsame Partie, es ging hoch und runter. Martin Andrä hatte in Überzahl das 5:3 auf dem Schläger, zimmerte die Scheibe allerdings an die Latte. Kurz darauf entschärfte Morczinietz noch einen Alleingang von Eichberger, die Rats mit Glück in dieser Phase.

Im Schlussabschnitt gingen beide Teams zunächst etwas zu lässig mit ihren Torchancen um. Zudem merkte man den Mannschaften mittlerweile die kraftraubenden Drittel 1 und 2 an, das Tempo war nicht mehr allzu hoch. Estermair hätte mit seinem Tor hier wohl alles klargemacht, aber erneut rettete der Pfosten für den ESC. Auf einen Schlag herrschte wieder Hochbetrieb auf dem Eis und Goll musste gleich drei Mal in allerhöchster Not gegen Bene May parieren. Dem ESC lief die Zeit davon und Peissenberg nutzte den Raum für einen entscheidenden Konter. Eichberger legte mustergültig auf Ebentheuer ab, der mit einem Schuss ins lange Eck den Deckel draufpackte (58.). Zwar versuchten die Männer mit dem 6. Feldspieler nochmal alles, doch mehr als ein Treffer von Stefano Rizzo acht Sekunden vor Schluss sprang leider nicht mehr raus.

Fazit: Diese Niederlage muss schnell aus den Köpfen raus. Im ersten Drittel wirkten die Rats noch etwas unsortiert aber ab Durchgang Zwei war man mit den Gastgebern auf Augenhöhe. Was aber am Ende zählt sind Punkte und eben diese gingen komplett an den TSV.

30.11.2018 TSV Peissenberg – ESC Geretsried 5:4 (3:1/1:2/1:1)

Tore:

Stefano Rizzo (2), Ondrej Horvath, Benedikt May

Beihilfen:

Klaus Berger, Ondrej Horvath, Hans Tauber,
Stephan Englbrecht, Martin Köhler,
Maximilian Hüsken, Benedikt May

Strafen:

TSV Peissenberg 8 Min.
ESC Geretsried 8 Min.

Zuschauer:  

459

Zum Seitenanfang