Morczinietz, Jorde, Hölzl, Köhler J., May B., Reiter, Rizzo S. und Stava. Eine ziemlich lange Liste, leider war das die Abwesenheitsliste für das Auswärtsspiel beim EHC Klostersee. Die Grippewelle hat voll zugeschlagen und so machten sich inkl. U20-Unterstützung gerade mal 14 Spieler auf den Weg nach Grafing. Selbstverständlich war das noch lange kein Grund die weiße Fahne zu hissen, der überschaubare Kader wollte die Heimfahrt trotzdem nicht mit leeren Händen antreten. Zudem mussten auch die Gastgeber auf einige Spieler verzichten, es standen sich zwei ziemlich dezimierte Mannschaften gegenüber.

Den Start verschlief die Truppe von Sebastian Wanner komplett. Trotz einer frühen Überzahlsituation, spielte sich das Geschehen fast ausschließlich vor David Albanese ab. Nachdem die Hausherren wieder vollständig auf dem Eis standen, bekam der ESC die Scheibe nicht vor dem eigenen Tor weg und Philipp Quinlan traf zum 1:0 (3.). Gerade als sich das Spiel etwas ausgeglichener gestaltete, klingelte es erneut im Gästetor. Gaschke setzte sich auf der rechten Seite viel zu leicht durch, überspielte Albanese und erhöhte auf 2:0 (12.). Der EHC packte umgehend noch ein Tor durch Nicolai Quinlan drauf und alle guten Vorsätze waren endgültig dahin (12.). Da passte es gut ins Bild, dass Martin Köhler wenige Sekunden später aus der Drehung nur den Pfosten statt in das Tor traf. Weitere gute Möglichkeiten durch Horvath sowie Gania blieben ebenfalls ungenutzt und so ging es mit einer ordentlichen Abreibung in die Pause.

Im zweiten Drittel folgte die nächste Hiobsbotschaft. Kapitän Martin Köhler blieb nach einem Zweikampf verletzt liegen und musste das Spiel vorzeitig beenden. Bleibt zu hoffen, dass es ihn nicht schlimmer erwischt hat. Seine Kollegen zeigten sich währenddessen deutlich verbessert und wurden nun auch in der Offensive aktiver. Ondrej Horvath steuerte alleine auf EHC-Keeper Gräubig zu, blieb aber wieder nur zweiter Sieger. Besser machte es Florian Strobl, der seinen eigenen Nachschuss zum 3:1 verwandeln konnte und die Rats wieder zurück ins Spiel brachte (34.). Mit viel David Albanese, etwas Glück und nicht mehr ganz so zielstrebigen Gastgebern, stand im zweiten Drittel hinten endlich die Null und der ESC startete durchaus mit neuem Mut in den letzten Abschnitt.

Klostersee beschränkte sich vorerst auf eine stabile Defensive und der Plan ging auf. Die Rats rannten gegen eine Wand, bis zu Torwart Gräubig gab es kaum ein Durchkommen. Umso näher das Ende rückte, desto mehr Räume ergaben sich für die Hausherren für schnelle Gegenstöße. Einen davon nutzte Hördt in Unterzahl, mit dem 4:1 machte er knapp zehn Minuten vor Schluss den Deckel drauf (51.). Dem ESC fehlte die Kraft um nochmal zurückzukommen und die Hausherren brachte den Vorsprung sicher über die Zeit.

Fazit: Momentan läuft es nicht wirklich rund, zu viele Fehler bringen den ESC immer wieder in eine schlechte Lage. Hoffentlich wird bis Sonntag noch der ein oder andere Spieler fit, denn momentan wird wirklich jeder Mann gebraucht. Ein „Heimsieg“ in Mittenwald wäre nicht nur für das Punktekonto sondern auch die Moral absolut wichtig.

01.11.2019 EHC Klostersee – ESC Geretsried 4:1 (3:0/0:1/1:0)

Tor:
Strobl

Vorlagen: Horvath, Merl
Strafen: EHC 6 Min. / ESC 4 Min.
Zuschauer: 440

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