27.10.2019 BEV-Turnier in Peißenberg

Mit ausnahmslos hochkarätigen Gegnern hat es die U9 blau in der BEV-Hinrunde zu tun: Mit dem SC Riessersee, dem TSV Peißenberg und dem EV Füssen finden sich drei klangvolle Namen in der Gruppe. Die gute Nachricht vom ersten Turnier in Peißenberg: Anders als in der vorigen Saison, wo man bei den ersten Punktspielen recht wenig Land sah, spielten die kleinen River Rats diesmal trotz der bekanntermaßen erschwerten Trainingsbedingungen absolut auf Augenhöhe mit. Gerade schlittschuhläuferisch überraschten die Geretsrieder positiv, wenn man bedenkt, dass die Konkurrenz vermutlich schon ein Vielfaches an Eiszeiten zur Verfügung hatte. Lediglich im Abschluss merkte man die fehlende Routine auf Eis etwas deutlicher, darum gingen am Ende bei einem Sieg zwei Partien verloren. Darüber brauchen sich die kleinen Rats aber angesichts einer über alle vier Blöcke sehr beachtlichen, äußerst homogenen Mannschaftsleistung überhaupt nicht ärgern.
In der ersten Partie des Tages ging es gegen den SC Riessersee. Gegen die Garmischer entwickelte sich ein äußerst spannendes und abwechslungsreiches Match. Nach je einem Tor auf beiden Seiten gleich zu Beginn wogte das Spiel ohne weitere Treffer lange hin und her, wobei sich der ESC ein leichtes Chancenplus erarbeitete. Erst nach zwanzig Spielminuten konnten die Rats dies auch in eine Führung ummünzen, die sie in starken weiteren fünf Minuten vorentscheidend ausbauten. Zwar kam Riessersee gegen Ende noch einmal heran, ein Tor des blauen Blocks in der letzten Spielminute machte jedoch endgültig den Deckel auf die Partie.
Auch gegen die Gastgeber vom TSV Peißenberg kam es zu einem lange Zeit völlig offenen Match. Schon nach 20 Sekunden hatte Geretsried die erste gute Gelegenheit, auf der anderen Seite war der Geretsrieder Torwart noch in der selben Minute zweimal mit sehr guten Saves zur Stelle. In einer sehr schwungvollen Anfangsphase gelang den Peißenbergern zunächst die Führung, die Geretsried jedoch beinahe postwendend ausglich. Die erneute TSV-Führung währte dann etwas länger, hier rannte der ESC zwölf Minuten beherzt an, ehe der Ausgleich gelang. Im Anschluss kaufte der Gastgeber mit einer körperbetonteren Gangart den River Rats etwas den Schneid ab und ging erneut in Front. Bei allem Ehrgeiz und hoher Motivation, ein paar Szenen waren schon dabei, die man eigentlich nicht sehen will, schon gar nicht in einer U9. Den Geretsriedern gelang in der Folge trotz einiger Chancen kein Treffer mehr, während Peißenberg deutlich kaltschnäuziger die Gelegenheiten nutzte.
Nach dieser kräfteraubenden Begnung war zum Abschluss gegen den EV Füssen etwas die Luft raus. Spielerisch war Geretsried dabei gar nicht weit weg, allerdings fehlte es jetzt oft an Reaktionsschnelligkeit in der Defensive. Oft fielen nach guten Saves der erneut sehr konzentrierten Goalies die Tore im dritten oder vierten Nachschuss. Wobei auf Füssener Seite ein überragender Spieler die Partie quasi im Alleingang entschied, der überraschenderweise im zweiten Block aufgestellt war. Auf Geretsrieder Seite hätten sich durchaus auch Chancen geboten, jedoch gelang den Rats zum Abschluss kein Treffer mehr. Sei's drum – insgesamt stellte die Leistung der U9 blau bei diesem Turnier angesichts der widrigen Umstände einen Riesenfortschritt dar, wenn man es mit dem Einstieg in die vorangegangene Saison vergleicht. Man darf gespannt sein, wie der ESC im weitern Verlauf mitmischen wird, wenn das Manko der fehlenden eigenen Eisfläche wegfallen wird.

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