14.12.2019 SG Geretsried/Bad Tölz II/Reichersbeuern II – EV Ravensburg 5:4 (1:3/0:0/4:1)

Genau wegen solcher Spiele lieben wir alle den Eishockeysport, in einem Finale furioso drehten die Hausherren ein schon verloren geglaubtes Match in nur sechs Sekunden.

Aber der Reihe nach, zu Gast hatte man den EV Ravensburg, einen der Titelaspiranten in der Landesliga. Und die Oberschwaben wurden von Beginn an ihrem Ruf als spiel- und laufstarkes Team gerecht. Angriff um Angriff rollte auf das Tor von Goalie Jan Marko, der bereits nach 9 Minuten schon dreimal hinter sich greifen musste. Zwar konnten die Hausherren noch verkürzen, aber zur ersten Pause bestand aufgrund des Spielverlaufes wenig Hoffnung auf Punkte.

Besser wurde es im zweiten Drittel, zwar konnte man spielerisch keine Glanzpunkte setzen, aber die Null stand.

Und so ging es in den Schlussabschnitt, der es in sich hatte. Zuerst legten die Gäste nochmal vor, scheinbar uneinholbar lagen sie bis zur 50. Spielminute mit 4:1 in Führung. Doch dann keimte bei der mittlerweile nur noch mit 2 Reihen agierenden SG nach den beiden Toren zum 4:3 nochmals Hoffnung auf. Mit unbändigem Einsatz warfen sie alles in die Waagschale, doch der Ausgleich wollte nicht fallen. Und so begann 90 Sekunden vor dem Ende der Partie das Kapitel Nervenschlacht, mancher auf der Tribüne wollte gar nicht mehr hinschauen. Das Trainerteam nahm den Torhüter vom Eis, um mit 6 Feldspielern den Ausgleichstreffer irgendwie zu erzwingen. Doch erst einmal setzten die Gäste einen Puck an den Pfosten des verwaisten Tores, durchatmen. Die Uhr lief unerbittlich herunter, sieben Sekunden vor dem Ende wurde der Aufwand endlich belohnt. Jonas Marzahn überwand den bis dahin stark haltenden Gästekeeper mit einem eher harmlosen Schuss durch die Schoner, die Aufholjagd war vollendet. Und dann kam es noch dicker für den EVR, der wohl wie alle schon mit einem Penaltyschiessen gerechnet hatten. Vom letzten Bully an stürmten die Hausherren noch einmal in das Angriffsdrittel und bei Spielzeit 59:59 auf der Anzeigetafel stocherte David Kreizer zum Entsetzen der Gäste den Puck zur endgültigen Entscheidung in die Maschen.

Fazit: Ein Spiel das wohl alle Beteiligten so schnell nicht vergessen werden. Wenn man bis zum Schluss an sich glaubt, kämpft und rackert kann man solche Spiele auch für sich entscheiden…und ein Eishockeyspiel ist immer erst bei 60:00 zu Ende.

Tore: Xaver Schuler (2), David Kreizer (2), Jonas Marzahn
Beihilfen: Xaver Schuler (2), Fabian Wohlfarter, David Kreizer
Strafen: SG 14 Min. / EVR 12 Min.

Zum Seitenanfang