Einfach so weiter machen wie bisher. Leichter gesagt als getan, die Rats eilen momentan von Sieg zu Sieg und haben die Teilnahme an den Pre-Playoffs als Ziel ausgegeben. Die anderen Mannschaften sind jetzt natürlich im Jagdmodus, mit Peissenberg trifft der ESC auf seinen momentan ärgsten Verfolger. Die Eishackler würden mit einem Sieg bis auf einen Zähler aufschließen, ein echtes Gipfeltreffen in der Abstiegsrunde stand also auf dem Spielplan. Bei aller Euphorie gilt es außerdem weiterhin auch rein rechnerisch den Klassenerhalt zu fixieren, nächste Saison in der Bayernliga zu spielen ist immer oberstes Ziel.

Die Hausherren legten los wie die Feuerwehr und setzten den ESC sofort heftig unter Druck. Mit gütiger Mithilfe des Pfostens überstanden die Rats die Anfangsphase unbeschadet und wagten nach etwa zehn Minuten auch erste zaghafte Angriffsversuche. Der TSV drückte unbeeindruckt weiter aufs Gaspedal und ging nach einer schönen Kombination durch Estermaier folgerichtig in Führung (14.). Die größte Möglichkeit auf Geretsrieder Seite konnte Martin Köhler bei einem schnellen Gegenstoß notieren, aber TSV-Torwart Sertl entschärfte stark mit der Fanghand. Auch Hrazdira prüfte den Schlussmann kurz vor der ersten Pause mit der Rückhand, ebenfalls ohne Ertrag.

Defensiv etwas verbessert aber trotzdem noch mit zu vielen Fehlern präsentierten sich die Rats zunächst im zweiten Durchgang. Trotz Peissenberger Dauerdruck hätte Strobl nach einem Konter über Hrazdira für den Ausgleich sorgen können, doch der Abschluss war nicht präzise genug. Der Ton auf dem Eis wurde etwas rauer, beide Mannschaften schenkten sich nichts. Ausgerechnet in der ersten Überzahl für den ESC packte Peissenberg das 2:0 drauf. Die Rats waren in der Rückwärtsbewegung einfach zu behäbig, was Hörndl per Direktschlagschuss ins lange Eck bestrafte (33.). Nur wenig später hätte Hörndl den Doppelpack schnüren müssen, aber auf das halbleere Tor schmissen sich gleich zwei Verteidiger in den Schuss und verhinderten im letzten Moment den Einschlag. Immerhin ging es im nächsten Powerplay in die richtige Richtung, doch Sertl rettete zwei Mal glänzend und brachte die Rats langsam zum Verzweifeln.

Um den knappen Rückstand aufzuholen, wäre im letzten Drittel eine deutliche Leistungssteigerung notwendig gewesen. Die Rats schafften es aber einfach nicht, sich aus der Peissenberger Umklammerung zu befreien. Allerdings fehlte den Eishackler die letzte Konsequenz im Abschluss und so blieb den ESC-Anhängern noch ein Fünkchen Hoffnung. Doch selbst eine doppelte Überzahl führte nicht zum so ersehnten Anschlusstreffer, zudem lief der Mannschaft von Sebastian Wanner die Zeit davon. Da passte es ins Bild, dass die Hausherren erneut in Unterzahl erfolgreich waren. Hörndl traf per Alleingang und sorgte für die Vorentscheidung (55.).

Fazit: Dass die Trauben in Peissenberg hoch hängen, war schon vor dem Spiel jedem bewusst. Die Eishackler zeigten über 60 Minuten sehr laufintensives und druckvolles Eishockey, weshalb sie auch zurecht als Sieger vom Eis gehen. Die Rats kamen irgendwie nie so richtig in das Match und waren in einigen Situationen einfach einen Schritt langsamer. Ein glänzend aufgelegter David Albanese hielt sein Team lange im Spiel, aber ohne Tor hat noch keine Mannschaft gewonnen. Vielleicht ein Dämpfer zur rechten Zeit, an der Tabellenspitze wird die Luft auf jeden Fall dünner und am nächsten Freitag muss die Mannschaft in Schweinfurt wieder alles abrufen, um den Platz an der Sonne nicht zu verlieren.

07.02.2020 TSV Peissenberg – ESC Geretsried 3:0 (1:0/1:0/1:0)
Tore:
Fehlanzeige

Vorlagen: Fehlanzeige
Strafen: TSV 16 Min. / ESC 10 Min.
Zuschauer: 512

→ alle Statistiken zum Spiel findet ihr auf Gamepitch

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