Im Auswärtsspiel beim EHC Klostersee stand für beide Mannschaften einiges auf dem Spiel. Sowohl der ESC als auch der EHC liefen an den ersten drei Wochenenden ihren eigenen Erwartungen eher hinterher und so befinden sich beide Teams momentan im hinteren Bereich der Tabelle.

Die ersten 10 Minuten spielten ausschließlich die Hausherren Eishockey und schnürten den ESC phasenweise komplett im eigenen Drittel ein. Martin Morczinietz reagierte einige Male großartig, musste dann aber gleich zwei Mal hinter sich greifen. Erst war Wieczorek von der blauen Linie erfolgreich (12.) und nur wenige Momente später erhöhte Wren auf ein absolut verdientes 2:0 (12.). Vom Hallo-Wach-Effekt war nichts zu sehen, Klostersee drückte die Rats weiter hinten rein. Zum Glück landete der Schuss von EHC-Verteidiger Rische nur an der Latte. Die Hausherren waren davon völlig unbeeindruckt und legten per Nachschuss von Wieczorek das 3:0 nach (16.). Erst nach 18 Minuten konnte man Dominik Gräubig im Tor der Hausherren das erste Mal einigermaßen unter Bedrängnis bringen, aber zusammengefasst war das Drittel offensiv wie defensiv eine mittlere Katastrophe.

In der Pause dürften die Rats ihren Reset-Knopf gesucht haben, denn so konnte es auf keinen Fall weitergehen. Tatsächlich sah das Spiel aus ESC-Sicht dann etwas besser aus, aber richtig gefährliche Möglichkeiten waren weiterhin nicht zu notieren. Der EHC hingegen konnte durch Wren die Führung ausbauen, der von einem eher glücklichen Abpraller profitierte (28.). Irgendwie hatte man früh das Gefühl: Das wird heute nichts mehr. Viel zu wenig klappte bei den Rats, viel zu souverän wirkten die Hausherren. Bezeichnend, dass der ESC seine beste Chance (eine 2-1 Situation in Unterzahl) leichtfertig liegen ließ. Etwas knapper wurde es bei der nächsten 2-1, aber der Winkel beim Abschluss von Mäx Hüsken war zu spitz. Zu allem Überfluss fing man sich zwei Sekunden vor dem Pausenpfiff noch das 5:0 durch einen Nachschuss vom Wieczorek (40.).

Die Rats konnten nicht mehr, der EHC musste nicht mehr, so lässt sich der Schlussabschnitt relativ knapp zusammenfassen. Das Drittel plätscherte lange vor sich hin, bis Persson in Überzahl die Anzeigetafel auf 6:0 hochschraubte (53.) und damit den Endstand markierte.

Fazit: Klostersee hat dem ESC im ersten Drittel komplett den Zahn gezogen. Die Mannschaft von Ludwig Andrä fand in den gesamten 60 Minuten nicht ins Spiel und muss sich leider auch in der Höhe verdient geschlagen geben. Grafing hat sich an diesem Abend sehr stark präsentiert, die Rats hingegen zeigten ihre schlechteste Saisonleistung. Am Sonntag muss der ESC ein anderes Gesicht zeigen, wenn es gegen Passau den zweiten Saisonsieg geben soll.

26.10.2018 EHC Klostersee – ESC Geretsried 6:0 (3:0/2:0/1:0)

Tore:

Fehlanzeige

Beihilfen:

Fehlanzeige

Strafen:

EHC Klostersee 10 Min.
ESC Geretsried 10 Min.

Zuschauer:  

326

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