Wann platzt der Knoten, so die große Frage vor dem 6. Spieltag. Immerhin kehrte Bernhard Jorde wieder zurück, eine Option mehr für Sebastian Wanner. Schmerzlich vermisst wurden weiterhin die beiden Tschechen Ondrej Horvath und Ondrej Stava. Gastgeber Pfaffenhofen erwischte einen guten Saisonstart und rechnete sich mit Sicherheit etwas aus, doch auch der ESC wollte endlich seinen lang überfälligen ersten Sieg holen.

Ein Scheibenverlust in Überzahl an der gegnerischen blauen Linie hätte fast den frühen Rückstand eingeleitet, aber Morczinietz war vom Start weg hellwach und entschärfte den Alleingang von Babic. Der ESC wehrte sich, doch Stefano Rizzo verfehlte das freie Tor der Gastgeber. Mit der nächsten Kombination schlug es dann aber hinter EC-Torwart Hähl ein, denn Fuchs machte es nach schöner Vorarbeit von Martin Köhler besser und verwandelte zum 0:1 (7.). Es sollte noch besser kommen, denn mit zwei Mann mehr auf dem Eis, war es wieder Dominic Fuchs mit dem nächsten Treffer. Sein Schuss von der blauen Linie segelte an Freund und Feind vorbei in den Kasten der Gastgeber (13.). Zum ersten Mal in dieser Spielzeit führte der ESC mit zwei Toren und das Team legte weiter den Vorwärtsgang ein. Die Icehogs machten sich das Leben mit einigen Strafen selber schwer, Morczinietz war nur noch selten gefordert. Kurz vor der Pause wanderten dann innerhalb kürzeste Zeit drei Rats auf die Strafbank, da hätte man sich bestimmt schlauer anstellen können.

Pfaffenhofen startete in doppelter Überzahl in den zweiten Spielabschnitt, biss sich allerdings die Zähne an Morczinietz aus. Das sollte sich auch erstmal nicht ändern, der ESC-Schlussmann parierte gegen nun stärker aufkommende Gastgeber einen Schuss nach dem anderen. Sein Gegenüber Hähl war auch gefordert, allerdings musste er sich ein weiteres Mal geschlagen geben. Vor dem Tor stand Klaus Berger goldrichtig und staubte zum 0:3 ab, die Gastgeber wirkten mittlerweile etwas ratlos (30.). Ein paar Zentimeter trennten Berger dann von seinem zweiten Treffer, nur noch der Pfosten verhinderte den Einschlag. Eigentlich spielten die Rats genauso wie die letzten Spiele (ausgenommen Peissenberg), nur diesmal trafen die Jungs endlich das Tor.

Kritisch wurde es gleich nach Wiederanpfiff, EC-Kapitän Fardoe traf in Überzahl aber nur den Pfosten. Der ESC stand nun ziemlich unter Druck, doch das Abwehrbollwerk hielt vorerst stand. Entlastungsangriff fanden so gut wie gar nicht mehr statt, die Rats ließen sich zu sehr hinten reindrücken. Mit einem Blackout der ESC-Hintermannschaft kamen dann auch die Hausherren zu ihrem ersten Treffer. Nach einem Abpraller lag die Scheibe frei vor dem Tor, aber niemand reagierte. Letztlich nahm Lawrence das Angebot an und schob die Scheibe zum 1:3 in das halbleere Tor (54.). Pfaffenhofen fightete aber brachte die Scheibe einfach nicht mehr hinter die Linie. Kurz vor Schluss traf Florian Strobl dann mit der Rückhand in den mittlerweile leeren Kasten der Icehogs und die Rats feierten endlich den ersten Saisonsieg.

Fazit: Der ESC hat im Gegensatz zu den Spielen davor eigentlich nicht viel verändert, doch diesmal erzielte man die Tore zum richtigen Zeitpunkt. Der Sieg ist Balsam für die Seele und extrem wichtig für die Moral. In den ersten beiden Dritteln zeigten die Rats eine gute Leistung und lagen verdient in Führung. Im letzten Durchgang agierte das Team etwas zu passiv, mit Martin Morczinietz stand allerdings wieder ein bärenstarker Rückhalt zwischen den Pfosten. Ein Schritt in die richtige Richtung, auf dieser Leistung kann man aufbauen.

20.10.2019 EC Pfaffenhofen – ESC Geretsried 1:4 (0:2/0:1/1:1)

Tore: Fuchs (2), Berger, Strobl
Vorlagen: Reiter (2), May (2), Köhler M., Rizzo S.
Strafen: EC 14 Min. / ESC 12 Min.
Zuschauer: 167           

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