Zum Bayernliga-Auftaktspiel führte die Reise nach Schweinfurt. Obwohl die Abfahrt um 14 Uhr angesetzt war, musste einzig Bernhard Jorde beruflich bedingt passen. Florian Lechner sowie Michi Wiedenbauer waren aufgrund ihrer Sperren ebenfalls nicht mit dabei, ansonsten konnte Ludwig Andrä auf alle Spieler zurückgreifen. Die gastgebenden Mighty Dogs waren für den ESC ein gänzlich unbeschriebenes Blatt, das letzte Aufeinandertreffen fand noch zu TuS-Zeiten statt.

Von der ersten Sekunde dagegenhalten war die Devise und die Rats starteten tatsächlich ganz gut in die Partie. Schweinfurt konnte größtenteils vom eigenen Tor ferngehalten werden, der ESC hingegen ließ die erste Überzahlmöglichkeit mehr oder weniger kläglich verstreichen. Besser klappte es in Unterzahl, als Klaus Berger das Zuspiel von Ondrej Horvath nutzen konnte (10.). Unmittelbar zuvor verhinderte David Albanese mit zwei Glanzparaden den Rückstand. Ansonsten war bei beiden Teams zu dieser frühen Saisonphase noch ordentlich Sand im Getriebe. Die Rats kombinierten sich zu selten gefährlich vor das Tor der Hausherren und die Mighty Dogs scheiterten vor allem an einem vernünftigen Torabschluss.

Das änderte sich im zweiten Drittel, beide Mannschaften zeigten nun deutlich mehr Zug zum Tor. Albanese wie auch ERV-Schlussmann Dürr hatten alle Hände voll zu tun. Stefano Rizzo brachte den ESC mit 0:2 in Front, der verdeckte Schuss landete halbhoch im Tor der Hausherren (27.). Danach folgte die beste Phase der Rats, welche die Mighty Dogs im deren Drittel phasenweise einschnürten. Leider schenkte man an der eigenen blauen Linie die Scheibe her und musste völlig unnötig das 1:2 durch Andrusovic hinnehmen (30.). Der Treffer gab den Gastgebern spürbaren Auftrieb, nun rollten die Angriffe wieder vermehrt Richtung Rats-Tor. In Unterzahl war es dann soweit, Rypar erzielte das 2:2 und brachte ordentlich Stimmung in die Bude (32.).

Einen astreinen Blitzstart legte Schweinfurt im letzten Drittel hin. Straka bekam vom Bully weg die Scheibe und bestrafte das sorglose Abwehrverhalten der Rats mit der erstmaligen Führung für die Gastgeber (41.). Die Jungs von Ludwig Andrä hatten jedoch die passende Antwort und waren in Person von Martin Köhler durch einen Direktschlagschuss zum 3:3 Ausgleich (45.) erfolgreich. Beide Teams wollten mehr und legten weiter den Vorwärtsgang ein, Schweinfurt hatte allerdings die qualitativ etwas besseren Chancen. Umso größer war der Jubel, als Daniel Bursch im Nachsetzen die erneute Führung erzielen konnte (53.). Bei der anschließend doppelten Überzahl hätten die Rats den Sack zumachen können, doch man zielte einfach zu ungenau und bekam 21 Sekunden vor Schluss die Quittung. Die Mighty Dogs setzten alles auf eine Karte und brachten den 6. Mann, Trolda belohnte den Mut und stellte auf 4:4 (60.).

Gleich im ersten Spiel Verlängerung, Modus wie gewohnt 3 vs. 3. Diese dauerte nur 47 Sekunden, weil Schadewaldt ein punktgenaues Zuspiel von Schäfer zum finalen Schlag nutzte und den Gastgebern den Zusatzpunkt sicherte (61.).

Fazit: So Recht weiß man nicht ob man sich freuen oder ärgern soll. Nach der traditionell schwierigen Vorbereitung, sind Punkte so früh in der Saison eigentlich sehr gerne gesehen. Aber wenn man so kurz vor Schluss noch den Sieg aus der Hand gibt, ist das schon bitter. Im Endeffekt war das Unentschieden nach 60 Minuten gerechtfertigt und in der Verlängerung hatten die Mighty Dogs dann das glücklichere Ende.

05.10.2018 ERV Schweinfurt – ESC Geretsried 5:4 n.V. (0:1/2:1/2:2/1:0)

Tore:

Klaus Berger, Stefano Rizzo, Martin Köhler, Daniel Bursch

Beihilfen:

Ondrej Horvath, Benedikt May, Martin Köhler, Dominic Fuchs, Maximilian Hüsken, Luis Rizzo

Strafen:

ERV Schweinfurt 14 Min.
ESC Geretsried 10 Min.

Zuschauer:  

515

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