Zum Start in die Verzahnungsrunde hat der Spielplan den Rats ein Heimspiel gegen den TSV Peissenberg beschert. Zuhause unterlag man in der Vorrunde noch recht chancenlos mit 1:5 aber bereits im Rückspiel konnte man die Heimpleite mit einem 6:7 n.V. geradebiegen.

Das Ziel des TSV heißt klar Playoff-Viertelfinale, auf dementsprechend stürmenden Gäste durfte man sich einstellen. So kam es dann auch, Peissenberg von der ersten Sekunde mit hartem Forechecking und vielen Checks. Die Eishackler waren motiviert bis in die Haarspitzen aber auch die Männer von Ludwig Andrä hatten richtig Bock. Die erste dicke Chance gehörte dem ESC, doch Gästekeeper Goll rettete in höchster Not gegen Martin Köhler. Lange sollte es nicht dauern, dann musste auch David Albanese eingreifen. Die Zuschauer sahen eine rasante Anfangsphase. Vor allem TSV-Kontingentspieler Morley war sehr auffällig, traf in Überzahl aber nur die Latte. Albanese und Köhler sorgten dann quasi in Zusammenarbeit für die Führung. Der Rats-Keeper verhinderte in Unterzahl mit starken Paraden den Rückstand und Köhler machte es wenig später besser als zu Beginn des Spiels und überwand Goll nach einem herrlichen Zuspiel von Bene May zum 1:0 (10.). Der TSV antwortete mit wütenden Angriffen, biss sich aber zunächst die Zähne am glänzend aufgelegten Albanese aus. In der 14. Minute war es dann aber soweit und Estermaier erzielte den Ausgleich, der Druck wurde einfach zu groß. Danach nahmen beide Teams Mal leicht den Fuß vom Gaspedal, im ersten Drittel sollte nichts mehr passieren.

Deutlich mehr Treffer brachte der zweite Spielabschnitt mit sich. Ebentheuer eröffnete torreiche fünf Minuten und fälschte unhaltbar ab, da war nichts zu halten (22.). Die richtige Antwort hatte Dominic Fuchs parat, der in Überzahl nur sechs Sekunden brauchte um die Scheibe mit einem strammen Handgelenkschuss zu versenken (24.). Es ging hoch und runter, denn nur Momente später stellte der TSV mit einem wiederum abgefälschten Treffer durch Morley die erneute Führung her (25.). Komplett hergeschenkt war dann das 2:4 durch Höfler (26.). Eigentlich hatte der ESC die Situation unter Kontrolle, einen leichtfertigen Scheibenverlust bestraften die Gäste jedoch eiskalt. Die Rats waren danach etwas von der Rolle und brauchten ein paar Minuten, um selbst wieder offensiv aktiver zu werden. Peissenberg blieb insgesamt mehr am Drücker, brachte allerdings keinen weiteren Treffer zustande.

Die große Frage war, wer hier den entscheidenden Fehler machte. Nachdem beide Mannschaften zunächst sehr abwartend agierten, kam der große Aufreger in der 49. Spielminute. Von der hinteren Bande landete die Scheibe über den Schoner/Schlittschuh von Albanese klar hinter der Torlinie, ein kurioses Tor. Alle Schiedsrichter waren aber offensichtlich so schlecht positioniert, dass keiner den Treffer anerkennen wollte. Eine krasse Fehlentscheidung, der die Rats vorerst im Spiel hielt. Letztlich aber ohne entscheidende Auswirkung auf den Ausgang dieser Partie, denn der Lattentreffer im Schlussspurt durch Vladimir Zvonik reichte nicht, um den Gästen noch gefährlich zu werden.

Fazit: Peissenberg holt sich nicht unverdient drei Punkte, auch wenn die Rats über viele Strecken des Spiels gut mithalten konnten. Dem Rückstand lief man am Ende vergeblich hinterher, Goll war ein absolut sicherer Rückhalt für sein Team und ließ nichts mehr anbrennen. Wenn man die Leistung des ersten Drittels über 60 Minuten aufrechterhalten kann, wird noch so mancher Gegner Schwierigkeiten im Heinz-Schneider Eisstadion bekommen.

19.01.2018 ESC Geretsried – TSV Peissenberg 2:4 (1:1/1:3/0:0)

Tore:

Martin Köhler, Dominic Fuchs

Beihilfen:

2 x Maximilian Hüsken, 2 x Benedikt May

Strafen:

ESC Geretsried 18 Min.
TSV Peissenberg 12 Min.

Zuschauer:  

474

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