Die Indians haben am ersten Wochenende mit zwei deutlichen Siegen eindrucksvoll ihre Oberligaambitionen unterstrichen. Trotz der beiden Pleiten wollte sich die Mannschaft von Ludwig Andrä nochmal von seiner besseren Seite präsentieren, zu erfolgreich verlief die Saison bisher um sich am Ende vier Mal abschießen zu lassen.

Problem dabei: Memmingen war es herzlich egal dass die Rats (bis zum Viertelfinale) eine gute Saison gespielt haben und zog sein unfassbar effektives Powereishockey von der ersten Sekunde durch. Albanese stand sofort unter Dauerbeschuss, der Führungstreffer für die Hausherren war nur eine Frage der Zeit. Kurzfassung des ersten Drittels: Katastrophe. Die einzig nennenswerten Chancen für den ESC hatten Hüsken bei einem Alleingang und Zvonik, der völlig frei vor Vollmer über das Tor zielte. Ansonsten spielte ausschließlich der ECDC, was sich auch auf der Anzeigetafel bemerkbar machte. Beck erzielte in Überzahl die Führung (6.), Timo Schirrmacher legte wenig später nach (9.). Kubail mit einer schönen Einzelaktion zum 3:0 (11.), Sven Schirrmacher stellte bei doppelter Überzahl auf 4:0 (14.). Das war es leider immer noch nicht in Durchgang 1, denn Miettinen (17.) und Pokovic (20. - wieder in Überzahl) schraubten das Debakel auf 6:0 hoch.

Zweistellig oder nicht war die einzig offene Frage für die restliche Spielzeit. Kaum wieder auf dem Eis schlug es erneut hinter Albanese ein. Piskor verschaffte sich mit einer Körpertäuschung so viel Platz, dass er am Ende unbedrängt zum 7:0 vollenden konnte (21.). Als sich die Offensivlawine etwas beruhigte, brachte Huhn mit einem Unterzahltreffer wieder Stimmung in die Bude (33.). Für den Ehrentreffer hätte Christian Heller sorgen können, doch nach schöner Vorarbeit von Hans Tauber verfehlte er das Tor knapp am linken Pfosten. Die Indians hatten in Unterzahl weiterhin ihren Spaß und waren erneut durch Huhn mit einem Mann weniger erfolgreich (37.). Es klappte rein gar nichts, die einfachsten Pässe kamen nicht an und Memmingen spielte sich selbst im Verwaltungsmodus noch etliche Chancen raus.

Das letzte Drittel begann zur Abwechslung mit einem Treffer für die Rats, Domi Meierl fälschte einen Schlagschuss vom Michi Wiedenbauer entscheidend ab (46.). Pokovic stellte allerdings schnell den alten Abstand her, womit die Frage nach einem zweistelligen Ergebnis auch beantwortet war (48.). Barrein (56.) und Huhn (58.) schraubten die Anzeigetafel letztlich noch auf 12:1. Das Ergebnis erinnert eher an ein Nachwuchsspiel, war aber tatsächlich Endstand von Spiel 3.

Fazit: Akku komplett leer, Gegner viel zu stark. In jedem Spiel legte Memmingen bisher noch ein paar Prozent drauf, den Rats wurden deutlich die Grenzen aufgezeigt. Am Sonntag muss man noch ein letztes Mal alle Kräfte sammeln, im letzten Heimspiel will sich jeder vernünftig verabschieden.

02.03.2018 ECDC Memmingen - ESC Geretsried 12:1 (6:0/3:0/3:1)

Tore:

Dominik Meierl

Beihilfen:

Michael Wiedenbauer, Luis Rizzo

Strafen:

ECDC Memmingen 8 Min. + 10 Min. (Jainz)
ESC Geretsried 14 + 10 Min. (Merl)

Zuschauer:  

1458

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